Michèle Métail

2888 Donauverse
aus einem unendlichen Gedicht


2888 km ist die Gesamtlänge der Donau von der Quelle bis zur Mündung. Den Flussverlauf entlang, vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer, hat Michèle Métail ein »Gedicht ohne Verb« verfasst und eigenen Schwarzweißfotografien gegenübergestellt.
Die Autorin über ihr Buch: »Als Studentin in Wien habe ich zufällig während eines Spaziergangs die Donaudampfschifffahrtsgesellschaft entdeckt. Deren Kapitän kannte ich schon seit langem, als Wortspiel. Den Satz habe ich mehrmals für mich wiederholt – und kam plötzlich auf die Idee, ein neues Wort hinzuzufügen. Um die ursprünglichen sechs Einheiten zu behalten, musste auch ein Wort verschwinden. Nach sechs Versen bleibt von der ursprünglichen Wortbildung nichts übrig. Ein Prozess war in Gang.
Durch Gedankenverbindungen ruft ein Wort das andere hervor. Manche Wörter ermöglichen auch das Wechseln von einem Sinnbereich zu einem anderen, durch ihre Fähigkeit, sowohl das Konkrete wahrzunehmen, als auch durch übertragenen Sinn die Metapher zu entwickeln. Manche Wörter sind also wie Akkorde in der Musik, die als Scharnier zwischen zwei Tonarten betrachtet werden.«

Michèle Métail, geb. 1950 in Paris, Studium der Germanistik und Sinologie, lebt in Südfrankreich. Zuletzt erschienen: Gehen und schreiben. Ein Gedächtnisinventar (aus dem Französischen von Elfriede Czurda, DAAD 2002), Sphère, la terre (in: Himmel, hg. von Birgit Pölzl, Edition Korrespondenzen 2003).



Michèle Métail, 2888 Donauverse (aus einem unendlichen Gedicht)
Originalausgabe
ca. 160 Seiten, Broschur, mit Schwarzweißfotografien
ISBN 3-902113-43-X      € 15,– / sfr 26,–    

Pressestimmen