Frühjahr 2010
E. A. Richter: Fliege
»Fliegen gab es überall, auch dort.«
Marko Pogačar
»Gegenstände, Gegenstände, schreckliche Gegenstände, / ich wünschte mir, ich könnte euch wünschen. / ich wünschte mir, dass euer Wunsch auch der meine wäre, / dass die Schatten euch auch weiterhin beweisen, / dass sie sich von der Abhängigkeit vom Licht und von der Welt befreien und dem Raum ihre dunkle Leichtigkeit übergeben.«
Andrzej Kopacki: An der Ampel
»Nach meinem Land gefragt / denke ich an schwarze Löcher, / weiße Zwerge, denen nicht / die kleinste Kleinheit gegeben ist.«
Herbst 2009
Michèle Métail: Weg, fünf Füße breit
»der Mönch reicht eine / Luxusarmbanduhr / ihre Fälschung, you / buy, you change money«
Elfriede Czurda: Kerner
»Einmal ist kein Kainmal, bestimmt der Herr Hinner die Situation. Schließlich wissen wir ja, wer hier gibt, wer hier nimmt, und wer was in wessen Auftrag tut. Wann sonst sind die Verhältnisse so durchsichtig?«
Margret Kreidl: Eine Schwalbe falten
»Alles sagen / nichts glauben / laut denken«
Petr Halmay: Schlusslichter
»Langsam, gefühlvoll brachte der Wind / ein paar Pfingstrosen hinter dem Gartenzaun zum Schaukeln. // Wie fast verlassen von der Zeit / scheinen sie deutlicher / erst jetzt – nach Jahren – in meinen Augen.«
Frühjahr 2009
Anja Utler: jana, vermacht
»– aber wie: werd ich mir dann sagen, sag / wie m-, wie: von d- ausbalg -ich –«
Ottó Tolnai: göttlicher Gestank
»Kleiner Grenzverkehr // Mit dem Grenzbus fährt er nach Rumänien / kauft billiges Zeug Hosen und Nägel / warum sind rumänische Nägel gut / die sind nicht gut / verbiegen sich und / sind violett wie Dornen.«