Uroš Zupan

Beim Verlassen des Hauses, in dem wir uns liebten
Aus dem Slowenischen von Fabjan Hafner




Der Blick fällt auf Straßen, Kaffeehäuser, Gemüsefrauen. Er folgt der Geliebten und weitet sich dann: zum Fluss, zum Meer, wo alle Festlegungen fortgespült werden. »Von den Stunden, in denen sich unser Leben zum Knäuel rundet«, ist in Zupans durchlässigen Gedichten die Rede, von tagträumerischen Mittagsstunden, Morgenstunden. Ihnen gemeinsam ist die verlangsamte Zeit.

Hellhörig für die Phänomene des Leben entfaltet Uroš Zupan in geschmeidig flutendem Parlando Gedanke und Klang. Unaufgeregt, in rhythmisch schwingenden Versen betrachtet und reflektiert er Alltagsdinge und existentielle Fragen gleichermaßen – Erinnerungen verschränken sich mit der schwebenden Gegenwart, Traum und Wirklichkeit oszillieren geheimnisvoll.

»Eine quasibuddhistische Heiterkeit weht durch Zupans Gedichtzeilen. Die von Fabjan Hafner betreute und kongenial übersetzte Gedichtauswahl macht ihn nun auch dem deutschen Leser zugänglich.« (Ilma Rakusa, NZZ)

Uroš Zupan, geboren 1963 in Trbovlje, Slowenien, lebt und arbeitet als Autor und Übersetzer in Ljubljana. Er ist einer der wichtigsten Vertreter "je
er jüngeren weltoffenen, slowenischen Dichtergeneration, die – wie er selbst sagt – »den melancholischen Nebel, der sich auf die slowenische Literatur herabgesenkt hat und sich nicht heben wollte, zu durchbrechen« sucht. Er veröffentlichte bisher sechs Gedicht- und drei Essaybände und erhielt 1999 das Hermann-Lenz-Stipendium.




Uroš Zupan, Beim Verlassen des Hauses, in dem wir uns liebten
Aus dem Slowenischen von Fabjan Hafner
[Übernahme aus dem Residenz Verlag]
96 Seiten, Hardcover mit Leinenrücken
ISBN 978-3-902113-85-6      € 17,40