Anja Utler

brinnen


Wie selbstverständlich sprechen wir von Liebe, Schmerz und Glück, von ich und du, doch unser Erleben ist nie eindeutig. Empfindungen flammen ebenso schnell auf, wie sie wieder erlöschen oder abrupt ineinander umschlagen. Anja Utlers neues Buch brinnen fächert dieses fein schattierte Spektrum an Empfindungen auf, wie es der Begegnung von Körper und Welt entspringt. Eine Vielzahl von Gefühlen durchflackert die Texte, die stocken, sich verzweigen und den Leser zum Sprung zwingen: zur Wahl eines eigenen Weges innerhalb der frei vernetzten Gedicht- und Textsplitter, die stets auch andere Möglichkeiten offen halten.
Mit unmittelbarer Sprach- und Formgewalt spitzt brinnen weiter zu, was sich in dem von der Kritik begeistert aufgenommenen Band münden – entzüngeln (»Utlers kleines aber epochales Meisterwerk«, Thomas Poiss, FAZ) erstmals entfaltete: die verstörend-verlockende Offenheit von Sprache und Welt.

Anja Utler, geb. 1973 in Schwandorf (Deutschland), lebt in Wien. Studium der Slavistik, Anglistik, Sprecherziehung in Regensburg, Norwich und St. Petersburg. Promotion über Dichterinnen der russischen Moderne. Leonce-und-Lena-Preis für Lyrik 2003. Horst-Bienek-Förderpreis 2005, Stipendium der Akademie Schloss Solitude 2005/2006 u.a.
In der Edition Korrespondenzen erschien
münden – entzüngeln (2004) und jana, vermacht (2009).
Zu brinnen erschien eine gleichnamige CD mit zwei von der Autorin ersprochenen exemplarischen Textrouten.




Anja Utler, brinnen. Gedichte
Originalausgabe
64 Seiten, französische Broschur, fadengeheftet
ISBN 3-902113-48-0     € 13,50 / sfr 23,60 

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