Tomaž Šalamun

Aber das sind Ausnahmen
Aus dem Slovenischen von Peter Urban




Selten hat ein junger Mann die Dichtung seines Landes dermaßen umgestülpt und jedwede Autorität herausgefordert wie der Slovene Tomaž Šalamun. 1964 wurde er als Redakteur der Literaturzeitschrift Perspektive zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt, kam durch internationalen Druck aber nach fünf Tagen frei und wurde über Nacht zum Kulturheld. »In der Folge musste ich meinen Gedichten alles geben, um diesem unverdienten Ruhm gerecht zu werden«, meint der Autor.
Wie sehr seine – längst legendären – frühen Gedichte diesen Anspruch einlösten, davon legt der Band Aber das sind Ausnahmen beredtes Zeugnis ab. Der Name Šalamun avancierte zum Synonym für Moderne, Provokation, Skandal. – Who is who? Jeder sein eigener Lenin.

Ein »Hohelied der panšalamunschen Religion«. Spielerisch, freudig, frech. Frisch wie am ersten Tag.

Tomaž Šalamun, geb. 1941 in Zagreb, aufgewachsen in Koper, lebt zurzeit als Stipendiat des DAAD in Berlin. Sein Gedichtband Poker (1966), dem inzwischen mehr als 30 weitere Bände folgten, markiert einen Neubeginn in der slovenischen Lyrik. Seine Gedichte sind in fast alle europäischen Sprachen übersetzt. Im Herbst 2003 erschien in der Edition Korrespondenzen der zweisprachige Auswahlband Vier Fragen der Melancholie, übersetzt von Peter Urban, und im Frühjahr 2005 Ballade für Metka Krašovec in der Übersetzung von Fabjan Hafner.




Tomaž Šalamun, Aber das sind Ausnahmen. Gedichte
Aus dem Slovenischen von Peter Urban
100 Seiten, broschiert, fadengeheftet
ISBN 3-902113-29-4     € 14,– / sfr 24,50   


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