Tomaž Šalamun

Vier Fragen der Melancholie
Aus dem Slovenischen von Peter Urban

»Des Bildes meines Stammes müde / bin ich ausgewandert.« – Mit diesem Fanfarenstoß eröffnete Tomaž Šalamun, der als »eines der großen philosophischen Wunder« in der europäischen Poesie und als »secret godfather to a species of new American poets« apostrophiert wurde, sein Werk.
Mit befreiender Respektlosigkeit schuf
Šalamun eine Poesie des Spiels und der Freude. Seine grenzenlose Sensibilität öffnet sich immer neuen Themen und Beziehungen. »Es gibt eine andere Welt, und sie ist in dieser einen«, sagt Paul Eluard. Šalamuns Gedichte erwecken diese höhere Realität im Leser: die Lust und den Rausch des Subjektes, das sich der Weite und Vielfalt der Welt bewusst ist – albern, schrecklich und göttlich zugleich.
In dem zweisprachigen Auswahlband ist das faszinierende Werk eines vielseitigen Dichters zu entdecken, eines auf die Phantasie vertrauenden Intellektuellen und Kosmopoliten, der immer die persönliche Wahl und das eigene Erleben respektiert.

Tomaž Šalamun, geboren 1941 in Zagreb, aufgewachsen in Koper, lebt in Ljubljana. Sein Gedichtband Poker (1966), dem inzwischen mehr als 30 weitere Bände folgten, markiert einen Neubeginn in der slovenischen Lyrik. Seine Gedichte sind in fast alle europäischen Sprachen übersetzt. In der Edition Korrespondenzen ist ferner erhältlich: Aber das sind Ausnahmen (Ü: Peter Urban), und Ballade für Metka Krašovec (Ü: Fabjan Hafner).




Tomaž Šalamun, Vier Fragen der Melancholie. Gedichte
Deutsche Erstausgabe
Slovenisch/Deutsch, übersetzt von Peter Urban
184 Seiten, gebunden, fadengeheftet, mit Lesebändchen
ISBN 3-902113-25-1     € 22,20 / sfr 37,70    

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