Miodrag Pavlović

Die sogenannten Toten
Aus dem Serbischen von Peter Urban




Das Bett will nicht mehr passen, jeden Morgen wird ein Strumpf vermißt und die Freunde sind längst tot, nur man selbst hat scheinbar »kein kürzeres Sterben verdient«. Dem Jenseits nahe sprechen und singen die jüngsten Gedichte von Miodrag Pavlović, dem Doyen der serbischen Literatur, über gar diesseitig drängende Fragen.

Ungemach und Gebrechen hat das Alter gebracht, nur keine Antworten auf die Fragen nach dem Woher und Wohin des Menschen. Skeptisch und erwartungsvoll befragt der Dichter die Geschichte, die Religionen, die modernen Wissenschaften und den Tod, aber »als wäre jemandem bei der Gestaltwerdung der Grundprinzipien an Verwicklungen gelegen«, will es eine wirkliche Antwort einfach nicht geben.

Mit eindringlichen Bildern bringt Pavlović sowohl das Existentielle als auch das Komische der Situation des (gealterten) Menschen auf den Punkt, schaut mit Weisheit und feinem Humor auf das Unergründliche von Himmel und Erde.


Miodrag Pavlović, geboren 1928 in Novi Sad, lebt in Belgrad und in Süddeutschland. Er gilt als der bedeutendste Vertreter der serbischen Gegenwartslyrik. 2003 erhielten er und sein Übersetzer Peter Urban den Preis der Stadt Münster für Europäische Poesie. In der Edition Korrespondenzen erschien 2003 Cosmologia profanata und 2007 Pardiesische Sprüche.




Miodrag Pavlović, Die sogenannten Toten
Serbisch / Deutsch, übersetzt von Peter Urban
Originalausgabe
80 Seiten, Hardcover, fadengeheftet, mit Lesebändchen
ISBN 978-3-902951-01-4      € 18,00