Franz Dodel

Nicht bei Trost
Carmen infinitum


Entscheidend ist nicht das Erreichen, sondern das Unterwegs­sein, da – so Franz Dodel – »die Sehnsucht stets größer ist als die Erfüllung«. So scheint es nur natürlich, dass sein Endlosgedicht Nicht bei Trost inzwischen auf über 19 000 Verse angewachsen ist. Der ruhige rhythmische Wortstrom des Kettenhaikus nimmt Bilder, Erinnerungen und Zitate in sich auf, dreht sie weiter, lässt sie wieder los. Franz Dodels »leichtfüßig mäandrierende Reflexion über Gott, die Welt und das Ich« (Beat Mazenauer) verleitet den Leser zu weiteren Abschweifungen über das Buch hinaus.
Der nun vorliegende 3. Teil von Nicht bei Trost umfasst die Verse 12 001–18 000 und erscheint in derselben Ausstattung wie der 2008 mit dem »Österreichischen Staatspreis für schönste Bücher« ausgezeichnete Vorgängerband: feinstes Dünndruckpapier im geschmeidigen Lederfasereinband.

»Man nimmt dieses wunderschöne Buch gerne in die Hand und lässt sich von den Versen fesseln und mitziehen. Nicht bei Trost ist ein Sich-Treiben, das in den Bann zieht. Man wird – wo auch immer man einsteigt – sanft umgarnt von den Silbenbanden und kann nach einiger Zeit nicht umhin, selbst ins 5-7-5-7 Denk-, Kontemplations- und Dichtschema zu fallen. Ein sanfter Fall, der ungeahnte Türen öffnet.«
Markus Köhle, Schweizer Monatshefte



Franz Dodel, geboren 1949 in Bern, lebt und arbeitet in Boll und Bern. Zuletzt erschienen: Mein Haus hat keine Wände. Gedichte (2001), Nicht bei Trost – a never ending Haiku (2004), Nicht bei Trost, Haiku, endlos (2009) und Von Tieren (2010). Auf www.franzdodel.ch kann die Fortführung des stetig wachsenden Kettengedichts mitverfolgt werden.


Franz Dodel, Nicht bei Trost. Carmen infinitum
Originalausgabe
608 Seiten, Dünndruckpapier, Lederfasereinband
ISBN 978-3-902113-78-8      € 29,00 / sfr 40,90