Petr Borkovec

Feldarbeit
Aus dem Tschechischen von Christa Rothmeier




Der zweisprachige Gedichtband Feldarbeit ist eine Art Tagebuch aus der zweiten Hälfte der Neunziger Jahre. Petr Borkovec dokumentiert darin eine privat bewegte Umbruchszeit und vermittelt Stimmungen aus einem nicht-touristischen, unmagischen Prag: dem Prag der Peripherie, anonymen Plattenbausiedlungen und dem desolaten Villenvorort Černošice, wo er wohnt. Bei den Dingen bleibend, umzirkelt er Räume, schöpft aus dem Bewohnen der Räume den Stoff für Gedichte von rätselhafter Bewegkraft. Mit Zärtlichkeit und Abstand zugleich erfasst er Lebenssedimente urbaner Zonen, wissend, dass der Körper »nicht Gegenteil des Raumes« ist.

Petr Borkovec, geboren 1970 in Louňovice pod Blaníkem in Mittelböhmen, lebt als Dichter und Übersetzer in Prag. Wie keinem anderen Autor seiner Generation wird ihm von der Kritik souveräne Handhabung tradierter dichterischer Mittel und frühzeitige Entwicklung einer markanten Stimme bescheinigt, die auf eigenständige Weise in der Nachfolge der bedeutendsten Lyrik des 20. Jahrhunderts steht. Seit 1990 hat er sechs Gedichtbände vorgelegt. Auf Deutsch liegen die von Christa Rothmeier übersetzten, zweisprachigen Auswahlbände Aus drei Büchern und Überfuhr vor (Buchwerkstatt Thanhäuser, Ottensheim 1995 und 1996). In der Edition Korrespondenzen ist 2004 eine zweisprachige Ausgabe seins jüngsten Gedichtbands Nadelbuch erschienen.




Petr Borkovec, Feldarbeit. Gedichte
Deutsche Erstausgabe
Tschechisch / Deutsch, übersetzt von Christa Rothmeier
112 Seiten, gebunden, Fadenheftung, Lesebändchen
Limitierte, nummerierte und signierte Auflage von 500 Exemplaren
ISBN 3-902113-01-4     € 17,70 / sfr 30,40


Zu diesem Buch ist auch eine CD erhältlichFeldarbeit, gelesen von Otto Sander und Petr Borkovec

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